#64: Lernkultur bei JUNG: Vom regulierten Weiterbildungsprozess zur freien Lernwelt
Shownotes
In dieser Folge von eLearning INC. sprechen wir mit Sebastian Otto-Sebeczek, Teamleiter Personalentwicklung bei JUNG. Das Familienunternehmen mit über 100 Jahren Geschichte und rund 900 Beschäftigten in Deutschland steht für „Made in Germany“ in der modernen Gebäudetechnik.
Doch wie entwickelt man in einem stark regulierten Umfeld eine moderne Lernkultur?
Sebastian gibt Einblicke in einen Wandel, der weit über die Einführung eines LMS hinausgeht. Bei JUNG war Weiterbildung lange klar prozessual geregelt: Qualifizierungsbedarfe wurden eingereicht, geprüft und freigegeben. Der Prozess war strukturiert, aber langsam. Heute geht es darum, Freiräume zu schaffen, Lernzeit neu zu denken und Verantwortung stärker zu verteilen.
💡 3 Takeaways aus dem Interview:
- Kulturwandel beginnt im Dialog. Wer traditionelle Strukturen öffnen will, muss früh mit unterschiedlichen Akteuren sprechen und Pain Points ernst nehmen.
- Kulturwandel braucht Zeit: Hartnäckigkeit ist entscheidend, um in traditionellen Umfeldern Veränderungen zu bewirken.
- Qualität entscheidet. Gerade zum Start bestimmt das Lernangebot, ob eine Plattform angenommen oder ignoriert wird.
💬 Zu dem Interviewgast:
Sebastian Otto-Sebeczek ist studierter Sportwissenschaftler und seit 2018 bei JUNG. Heute verantwortet er mit seinem Team alle Themen rund um Personalentwicklung, Qualifizierung, Führung und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu eLearning Inc.
00:00:10: dem Corporate Learning Podcast der SHARE EMC!
00:00:14: Ich bin Vanessa, heute sprechen wir darüber wie ein traditionsreiches Familienunternehmen mit mehr als hundert Jahren Geschichte den Schritt zu einer modernen Lernkultur geht – um was das ganz konkret für Mitarbeitende, Führungskräfte und Personalentwicklung bedeutet.
00:00:32: Mein Gast Sebastian ist Teamleiter Personalentwicklung bei Jung.
00:00:36: Premium Anbieter für moderne Gebäude-Technik.
00:00:39: Schön, dass du da bist, Sebastian!
00:00:41: Ja schön, dass ich da sein darf.
00:00:43: Magst Du sich selbst nochmal kurz vorstellen wer Bist du und welche Themen verantwortest du bei Jung?
00:00:48: Ja klar, gerne.
00:00:50: Ich bin Sebastian Otto Siebecek, thirty-fünf Jahre alt und verheiratet.
00:00:54: Nach dem Abitur habe ich Sportwissenschaften in Vollzeit studiert und bin danach meinem Abschluss doch recht schnell in die Industrie gegangen.
00:01:02: Ich habe nach einem dualen Studium in einem Konzern ja, in der Personalentwicklung begonnen und mich dahingehend orientiert.
00:01:08: Und das Thema Personalentwirkungen auch für mich kennen- und lieben gelernt würde ich sagen.
00:01:14: PE-Themen haben mich somit stark von Anfang an begeistert und ich finde es einfach super klasse und spannend jeden Tag Menschen in Entwicklungsprozessen unterschiedlichster Art zu helfen und diese auch mitzugestalten.
00:01:31: Und habe mich dort selbst durch den Zuwachs von Aufgaben und Verantwortung vom Personalentwickler bis hin zum Teamleiter der Personalentwickelung entwickeln dürfen.
00:01:40: Mit meinem fünfköpfigen Team verantworte ich ganz viele unterschiedliche Themen, von der Ausbildung über Qualifizierungs- oder auch Führungskräftetheben bis hin zur gesundheitsförderung.
00:01:53: Betriebliche Gesundheitsförderungen ist ja dann praktisch auch vom Studium.
00:01:56: Ist das dein Herzensthema?
00:01:58: Oder was ist dein Herzenthema?
00:02:02: Also ich habe tatsächlich viele Herzensthemen, würde ich sagen.
00:02:06: Natürlich hast du Recht!
00:02:07: Das stammt noch so ein Stück weit irgendwie auch aus der sportwissenschaftlichen Zeit.
00:02:12: also da hab' ich natürlich einen großen Bezug zu.
00:02:15: aber mein Herzens Thema wenn ich jetzt eins wählen würde wäre auf jeden Fall das Thema des Führungskräftemanagements weil wir da einfach einen Riesenhebel haben auch in andere Bereiche noch reinzusteuern über eben die Zielgruppe der Führungskräfte ja.
00:02:30: Das Jahr habe ich im Intro kurz angeteasert, ein Familienunternehmen mit mehr als hundert Jahren Geschichte.
00:02:36: Magst du noch ein paar ergänzende Worte zum Unternehmen sagen?
00:02:41: Sehr gerne!
00:02:43: Jung ist ein Premium-Anbieter, smarter und ästhetischer Lösung der Gebäudesystemelektronik.
00:02:48: weil das sicher nicht für jede oder jeden direkt klar macht was wir tun will ich das gern auch etwas anders ausformulieren.
00:02:54: Wir produzieren Schalter und Steckdosen sowie moderne Systemlösungen um in Gebäuden effizient und mit einem rohen Anspruch auch an das Thema Design, die Steuerung von Licht-, Beschattung-, Klima- oder Energie zu gestalten.
00:03:06: Seit unserer Gründung im Jahr Ninzehundert zwölf ist die Jung über mehrere Generationen der Familie Jung stets sehr familial und menschlich geführt und weiterentwickelt worden.
00:03:15: Wir haben in Deutschland heute fast neunhundert Beschäftigte an drei Hauptstandorten.
00:03:19: Diese sind Schaltsmühle, Lünen und Stuttgart Und wir produzieren auch mit dem Siegel Made In Germany.
00:03:25: Weltweit sprechen wir von ca.
00:03:27: tausend siebenhundert Beschäftigten, in mittlerweile weit über zwanzig Tochter- und Enkelgesellschaften.
00:03:33: jung als Arbeitgeber zeichnet aus dass der Mensch im Mittelpunkt steht.
00:03:38: natürlich sind wir auch ein Industrieunternehmen in erster Linie ja quasi auch als ökonomische Wirtschafts oder auch soziale Wertegemeinschaft.
00:03:45: das ist natürlich unterm Strich aber auch einen Hauptziel verfolgt nämlich am Jahresende auch ein positives Gesamtergebnis zu Erzielen.
00:03:53: Ja, das heißt Schalter und Steckdosen.
00:03:55: Das kann sein dass viele der Zuhörenden ein Jungprodukt bei sich haben ohne es zu wissen weil also ich weiß jetzt nicht welche Marke meine Schalter- und Stecktosen haben aber auf jeden Fall super relevant.
00:04:09: Wie ist denn bei euch die Personalentwicklung strukturiert?
00:04:13: Und wie seid ihr in Lernthemen involviert?
00:04:20: Zu Beginn würde ich gerne einmal unsere Personalabteilung beschreiben und dann auf das Thema Personalentwicklung und Entwicklungs- und Lernthemen eingehen wollen.
00:04:29: Der Personalbereich bei Jungen besteht im Kern aus vier Größen Teams, die alle an unserer Personalleitung berichten und auch hier angesiedelt sind.
00:04:37: Und das sind zum einen das Team der Organisationsentwicklungen wo Themen wie Change, Themen ihrer Aufgabenbeschreibung relativ technisches Thema aber auch das Thema der internen Kommunikation verortet ist.
00:04:51: Dann haben wir als zweites Team das sogenannte Admin-Team oder Administrationsteam, welches durch eine Teamleitungskollegin geführt wird.
00:05:01: Hier sind die Themenbereiche Entgelt-, Abrechnung und Zeitwirtschaft zu finden.
00:05:07: Anschließend tut das Team Personalmarketing und Personalrecoding auch geleitet von einer der Personalbeschaffung des On-Boardings oder auch das Thema Employer Branding.
00:05:22: Letztendlich und damit würde ich die Vorstellung der Personalbereiche bei jungen oder untergeordneten Teams abschließen, haben wir da noch das Team der Personalentwicklung welches ich führen darf Und ja, das sind Verantwortungsbereiche.
00:05:35: Ich eingangs ja schon so ein bisschen umschrieben hatte von der Ausbildung über Lernthemenqualifizierungsthemen, Führungskräftethemen den betrieblichen Gesundheitsmanagement und auch noch weiteren Themen die ich jetzt mal nicht noch alle hier aneinanderreihe was ganz spannend ist bei uns im Personalbereich und wo wir auch sehr froh drum sind.
00:05:53: Wir haben zwei eigene IT-ler bei uns Die sich explizit um unsere PersonalIT Systeme kümmern diese weiterentwickeln administrieren Und genau so ist unser Personalbereich in Gänze aufgestellt.
00:06:08: Abschließend noch mal zu deinem Punkt, wie wir in Entwicklungsthemen und Lernthemen eingebunden sind oder wie wir auch da herangehen wollen.
00:06:17: also Bei Jung sind wir in der Personalentwicklung so strukturiert, dass jedes Teammitglied für mehrere der sogenannten – wir nennen das bei uns – PE-Handlungsfelder zuständig ist.
00:06:29: Und wir somit viele dieser PE Handlungsfeldern in unserem Team bei mehreren Teammitlidern verorten einfach auch um für Vertretungsszenarien handlungsfähig zu sein.
00:06:39: und da versuchen wir einen konzeptionellen Ansatz zu pflegen und bei Jung auch zu implementieren nämlich den der ganzheitlichen Personal ent.
00:06:47: Wer aus der Hörerschaft hierzu oder auch grundsätzlich zu den heute angesprochenen Themen mit mir oder einem meiner Teammitgliedern mal in den Austausch gehen möchte, sehr gerne jederzeit einfach melden.
00:06:58: und abgerundet nochmal zum Thema Lernen- und Entwicklungsthemen.
00:07:02: Hier sind wir insofern stark involviert als dass wir natürlich aus unserem Grundverständnis heraus das angedeuteten ganzheitlichen PE Ansatz ist einerseits das Thema maximal für uns beanspruchen und uns hier auch an der Prozessverantwortung sehen Ja, quasi als Hauptverantwortlichen aktueller Internet diese Themen natürlich auch nach vorne zu bringen.
00:07:22: Was bedeutet ganzheitliche Personalentwicklung für dich?
00:07:25: vielleicht so ganz kurz und knapp in drei Sätzen?
00:07:27: Und was sind die Felder, die du genannt hast?
00:07:31: Kannst du dir einmal kurz aufzählen oder sind das zu viele?
00:07:35: Ich kann das denke ich in unter neunzig Sekunden abhandeln.
00:07:38: Drei Sätze werden nicht reichen!
00:07:40: Ich hoffe dennoch spannend oder ich gehe davon aus dass es für viele interessant sein kann.
00:07:47: Wir müssen uns quasi bildlich oder metaphorisch einem Gebäude vorstellen mit einer Dachebene, einer Basis-Ebene, einen sogenannten Fundament unter zwischen verschiedenen Säulen.
00:07:57: Und die Säuren in der Mitte dazwischen sind die PE Handlungsfelder, die ich vorhin schon mal angerissen hatte oder benannt hatte.
00:08:04: Das Dach ist eine normative Ebene wo wir im Bestfall eine Art Unternehmestrategie, eine Personalstrategie oder ähnliches vorfinden und in denen dann, ich sag mal normative Dinge festgelegt sind die runter in die Basis-Ebene spielen.
00:08:20: Und die Basisebene stellt im Bestfall das Kompetenzmanagement dar wo ich Sollkompetenzen und Kompetensprofile definiere dass mit Ist kompetenzständ der Organisationsmitgliederabgleiche um dann in diesen PE Handlungsfeldern den Säulen in der Mitte effizienter agieren zu können.
00:08:37: Das ist so ein Stück weit dieser ganzheitliche PE Ansatz dem wir versuchen bei Jung zu leben.
00:08:42: Hm, ja.
00:08:46: Jetzt vielleicht noch mal... Also das ist der Ansatz.
00:08:48: und wenn du jetzt auf die bestehende Unternehmens- und Lernkultur schauen würdest ich würde gerne mich so ein bisschen den kulturellen Aspekt auch beleuchten wie würdest du die beschreiben?
00:09:01: Das ist eine spannende Frage.
00:09:02: also wir sind bei uns was das Thema Lernen angeht heute so unterwegs dass wir einen sogenannten Qualifizierungsprozess bei uns im Unternehmen leben.
00:09:11: der ist tatsächlich auch Dienst zertifiziert.
00:09:14: Also da hängen ganz viele ja strukturierte, gelängte wie man so schön sagt auch Prozessdokumente dran.
00:09:22: Unser Qualifizierungsprozess sieht heute so aus dass wir wenn bei einem Organisationsmitglied einen Lernbedarf aufkommt diesen Lern bedarf gemeldet bekommen die Führungskraft sich mit diesem Lern Bedarf beschäftigt ihn im besten Fall auch freigibt.
00:09:36: und dann die nächste Schleife ist das wir in der Personalentwicklung uns von der Führungskraft freigegebenen Lernbedarf beschäftigen, in Sichten schauen ob das ganze Thema auch zum Rollenprofil passt und dann im Best- und Normalfall auch eine Lernmaßnahme mit auf den Weg bringen.
00:09:54: Am Ende von unserem Qualifizierungsprozess steht einer Evaluation Schleife Allerkörg Patrick.
00:09:59: Das heißt wir führen nach Durchführungen einer Qualifikationsmaßnahmen immer ein Feedback durch dass immer sehr direkt im Anschluss an eine Qualifizierungsmaßnahme und mit einem zeitlichen Versatz von circa drei bis sechs Monaten, das legen wir individuell je nach Lernthema fest.
00:10:17: Erheben wir auch noch mal ein sogenanntes ja Wirksamkeitsfeedback oder einen Nachweis der Wirksamkeit umzuschauen ob die Maßnahme auch wirklich wirksam aus Sicht des Lerners und auch der Führungskraft gewesen ist?
00:10:30: Ist das dann ein kurzer Fragebogen oder ist es nochmal ein persönliches Gespräch am Ende?
00:10:36: Das ist letztendlich ein gelenktes Dokument und in dem Sinne ein digitaler, heute digitaler Fragebogen im Bestfall.
00:10:42: Und da gehen wir natürlich davon aus tauschen sich auch Lernar- und Führungskraft dazu aus.
00:10:48: Da haben natürlich beide oder sollten beide ein Interesse daran haben, wie ist die Qualifizierungsmaßnahme denn gelaufen.
00:10:55: War die erfolgreich?
00:10:56: Kann der Lerner das Erlernte auch wirklich im beruflichen Kontext einsetzen?
00:11:01: Deswegen ist es streng genommen.
00:11:03: Es ist ein Dokument, ein digitales Dokument einen Bogen, der ausgefüllt wird aber im vorherigen Dialog zwischen Führungskraft und Lerne abzustimmen.
00:11:13: Jetzt klingt das ja eigentlich sehr durchdacht, auch gerade ich finde es spannend dass ihr das wirklich so standardisiert nochmal nachfasst.
00:11:22: Ich glaube das wird teilweise schon mal vergessen in Unternehmen nach der Qualifizierungsmaßnahme.
00:11:28: Jetzt hast du beim Vorgespräch gesagt, dass ihr diesen Prozess aufbrechen wollt?
00:11:33: Warum jetzt und was ist der Auslöser dafür?
00:11:39: Wir wollen ihn aufbrechen, wir wollen ihn nicht ablösen.
00:11:41: Das ist mir ganz wichtig zu betonen.
00:11:43: also werden diesen klassischen sehr standardisierten Freigabe orientiert in Prozessen nicht komplett auflöse.
00:11:50: Wir sind gerade dabei ein Lernmanagement System einzuführen und spielen damit dem Gedanken möchten gerne eine offene freizugängliche Lernen Welt schaffen, eine Lernmöglichkeit gewähren.
00:12:05: Wo wir einfach parallel zu dem gerade recht freigaborientierten und beschriebenen Prozess den beschäftigten Lerngelegenheiten geben möchten frei- und ohne Freigabe lernen zu können also Zugang zu bekommen zum Lernen heute.
00:12:19: das ist ein Stück weit auch die Kritik an uns selbst.
00:12:22: wie wir lernen bisher im Unternehmen ermöglichen.
00:12:26: ist es so Und das können sich wahrscheinlich viele, die hier diesen Podcast auch hören werden gut vorstellen.
00:12:32: Die in einem ähnlichen Tätigkeitsbereich auch aktiv sind.
00:12:36: Reagieren wir eher auf Bedarfe.
00:12:38: also wir sind sehr reaktiv unterwegs.
00:12:40: Das ist die Kritik an uns selbst, die wir uns selber auferlegen und wir möchten zukünftig gerne pro aktiver Lerngelegenheiten geben und dazu einfach der Gedanke dass ein Stück weit aufzubrechen nicht abzulösen Aber eben diese freie Lernwelt und Lermöglichkeit auch zu schaffen.
00:12:58: Kannst du das vielleicht noch mal konkreter beschreiben, was freien Lernwelt bedeutet?
00:13:03: Vielleicht auch an einem konkreten Beispiel.
00:13:06: Was würde jetzt in den klassischen Qualifizierungsprozess fallen und was wäre dann eher freier Lern-Welt?
00:13:14: Du kannst es gerne mit einer fiktiven Person oder auch deinem Beispiel maskizieren, jemanden der Personalentwicklung ist...
00:13:22: Ja!
00:13:22: Gerne.
00:13:22: Also ich würde mich einfach mal selber als Versuchsobjekt dann hergeben, das ist ein guter Vorschlag.
00:13:29: Was meinen wir mit freizugänglicher Lernwelt?
00:13:32: Das sind Lernangebote die ohne einen auferlegten Prozess oder einen Freigabeprozess jederzeit abrufbar sind in einer Lernplattform quasi ja also eine Art Selbstbuchung abrufsbar sind.
00:13:46: Ich stelle mir da jetzt folgendes Szenario vor wenn ich beispielsweise in Excel der tiefer gehende Kenntnisse erlangen möchte, beispielsweise mich mit sehr ausgebigen differenzierten Pivot-Themen auseinandersetzen möchte.
00:14:01: Da müsste ich heute – stand heute wo dieses freie Lern noch nicht verfügbar ist eben den recht ausgiebig umschriebenen Prozessjahr bemühen.
00:14:10: zukünftig wäre es so, dass wir zu, ich sag jetzt mal Microsoft, drei fünfundsechzig Unterprodukten in der freien Lernwelt frei zugängliche Angebote machen um einfach den Lernbedarf wenn er aufkommt auch schneller befriedigen zu können.
00:14:25: Ja heute müssten wir erstmal dem Prozessweg abwarten das heißt da geht auch Zeit ins Lande und das wäre einfach zukünftig nicht mehr gegeben sodass der Lerner auch schneller zusammen Lerne-Erlebnis
00:14:37: Was ist der Auslöser?
00:14:39: Auf was reagiert ihr?
00:14:40: Ist es die Geschwindigkeit, die gerade mit KI kommt oder gibt es andere Auslöser.
00:14:49: Der Ausloser kommt mehr aus uns selbst heraus.
00:14:51: Wir sind auch natürlich super interessiert, wir besuchen viele Austauschrunden das eine oder andere Netzwerkevent wo wir uns mit leichtgesinnten austauschen und wir sind der Meinung dass wir einfach dem Lernern schnelleres Lernerlebnis und einen schnelleren Lerne Erfolg gewähren sollten.
00:15:08: ich möchte nicht nur davon sprechen oder dieses Scheinargument hier Platzieren im Sinne von, das machen ja alle so und das ist irgendwie zeitgemäß.
00:15:18: Sondern wir sind da tatsächlich überzeugt, dass wir einfach schnellere Lernerlednisse schaffen müssen und da ein Stück weit auch dieses Rheinprozessuale hinter uns lassen bzw parallel die Gelegenheit geben, schneller zum Lerne-Erlebnis zum Lern Erfolg zu
00:15:33: kommen.".
00:15:35: Und jetzt seid ihr mittendrin, also ihr seid ja gerade in dieser Umsetzung der Schaffung der freien Lernwelt.
00:15:41: Das finde ich auch super spannend dass wir hier so ein Podcast mitgenommen werden.
00:15:45: deswegen vielleicht welche Maßnahmen habt ihr bereits ergriffen?
00:15:49: Was plant ihr noch?
00:15:51: Wo steht ihr gerade?
00:15:53: Kannst du uns ein bisschen mitnehmen wie ihr vorgeht?
00:15:56: Ja gerne!
00:15:57: Also wir sprechen da ja übergeordnet von dem Thema Content Also Inhalt, Lerninhalte.
00:16:03: Eine Lernplattform lebt sicher von seinen Lerninhalten also von der Masse und der Qualität und vor allem auch der Relevanz dessen was ich dort meinen Lernen präsentiere.
00:16:14: Und wir wollen bei Jung einen einen Mischansatz fahren, ein Hybrid-Ansatz fahren.
00:16:20: Wir werden auf der einen Seite Lerninhalte sehr jung spezifisch selbst erzeugen.
00:16:25: Wir haben uns da jetzt auch frisch Anfang zwei, sechsundzwanzig für ein großes Autorentul befähigen lassen mit dem wir zukünftig Selbstlernen Inhalte gestalten möchten.
00:16:35: das ist die eine Perspektive und die andere Perspektiv ist dass wir auch... Da gibt es ja genug Anbieter auch auf den Markt dass wir uns auch Lerninhalte zukaufen wollen und werden.
00:16:47: Und dies vermutlich aber auch in den nächsten Jahren so gestalten werden, dass wir da immer mal wieder auch den Anbieter wechseln.
00:16:53: Weil verschiedene Anbieten das wird auf die Zuhörerschaft in großen Teilen wahrscheinlich kennen.
00:16:59: Verschiedene Anbiter auch verschiedene Lerntypen erreichen je nachdem was sie auch für Angebote machen.
00:17:05: also da gibt es ja die großen Player.
00:17:07: ich will jetzt hier keine einzelnen aufführen Aber die einen die er in Richtung Ich sage jetzt mal Hörbuch Varianten oder Podcast Varianten gehen und die anderen die ich sag jetzt mal klassisch Web-Best Trainings oder eLearnings abspulen und anbieten.
00:17:20: Und so kann man, glaube ich schon für eine schöne Mischung sorgen um auch möglichst viele unterschiedliche Lerner in den Organisationen oder bei uns ganz konkret bei Jung auch zu erreichen.
00:17:30: Also ihr stellt euch praktisch so auf dass ihr die Plattform und die Inhalte habt um diese freie Lernwelt zu schaffen.
00:17:37: Was macht dir da drüber hinaus noch?
00:17:40: Vielleicht auch gerade kulturell, du hast jetzt gesagt zum Beispiel Führungskräfte.
00:17:44: Entwicklung ist ja auch dein Herzensthema!
00:17:46: Wie nehmt dir da die Führungskräfte mit?
00:17:48: Das ist denke ich auch ein sehr wichtiger Hebel.
00:17:53: Also wie gehen wir damit um?
00:17:55: Wir werden auf jeden Fall, das steht uns noch bevor in den kommenden Wochen und Monaten ein Piloten fahren.
00:18:02: Ein kleines Pilotendurchlauf machen, in welchem wir eine kleine Gruppe von Testlernenden mal unser System näher bringen auch das Feier lernen aber auch das Prozessuale lernen die Möglichkeiten, die es da eben gibt um einfach ganz wertvolles Feedback für uns nochmal zu erlangen.
00:18:20: Dass wir jetzt auf den letzten Metern bis wir dann letztendlich unser System auch final live schicken Da noch mal wertvolle Feedback zu erhalten und die letzten Stellschrauben für ein wirklich gut funktionierendes System bei Jung nutzen zu können.
00:18:34: Und gerade auch da Bei dem Piloten sind die Führungskräfte natürlich auch eine relevante Zielgruppe weil sie natürlich auch das Thema Lernen Ein Stück weit und zu gewissen Maßen natürlich auch fördern müssen im Unternehmen, aber auch in diesen prozessualen und heute schon beschriebenen Prozess mindestens mal ganz vorne.
00:18:53: Und am Ende ja auch ein wichtiger Akteur sind die in Teilen dann das Lernen auch freigeben oder auch zur Wirksamkeit des Lernens am Ende des Prozesses auch einen Feedback abgeben.
00:19:02: also super wichtige Zielgruppe für uns mit der wir dazu auch ständig im Dialog sind.
00:19:08: Wie habt ihr die Testgruppe ausgewählt?
00:19:11: Also wie groß ist sie und wie setzt sie sich zusammen, wie seid ihr da vorgegangen.
00:19:17: Also als Personal erkennt man ja seine Leute im Unternehmen in der Regel ganz gut.
00:19:22: Das heißt wir haben erstmal natürlich über unsere, zum Beispiel bei unser ERP-System wunderbaren Überblick, wen haben wir da so?
00:19:30: Man kennt sich und in dem Sinne haben wir eine Zielgruppe auserwählt von circa dreißig Lernenden jetzt so ganz grob über den Daumen eingestuft.
00:19:40: Und diese Lernenden, die erstrecken sich erstmal über alle unsere Standorte.
00:19:44: Also wir haben geschaut, dass wir eine sehr heterogene Gruppe wählen.
00:19:47: Wir haben versucht darauf zu achten, das wir Kolleginnen und Kollegen auswählen mit kurzen Betriebszugörigkeiten, mit längeren Betriebzugörigkeiten.
00:19:58: Wir hatten Kolleginnen ausgewählt, die eine Fachexpertenrolle haben, wir haben den einen oder anderen Vorgesetzten dabei zu deiner Frage von vorhin.
00:20:06: Die wollen wir weiterhin auch mit reinnehmen und von ihnen Feedback erlangen Und wir haben versucht darauf zu achten, dass wir ein gleichmäßiges Verhältnis von Kolleginnen und Kollegen haben.
00:20:16: Ja, und als letzten Aspekt – das war aber allerdings, da muss ich dazu sagen, fairer Reise – das waren natürlich so einen Stück weit Einschätzung aus der Ferne.
00:20:24: Da haben wir versucht auf unserer eigenen Einschetzung beruhen, uns stückweit darauf zu achten, Kolleginnen und Kolleginnen auszuwählen die einerseits eine höhere Affinität zum Thema lernen haben oder auch die, die eben vermeintlich keinen direkten Zugang dazu haben.
00:20:44: Einfach um eine ganz breite, ganz breites Bild auch zu bekommen.
00:20:49: Jetzt hast du eben ganz kurz gesagt, die Führungskräfte müssen das ja auch freigeben?
00:20:53: Also auch in der freien Lernwelt muss man sichs frei geben lassen seine Zeit.
00:20:59: oder wie funktioniert das genau?
00:21:02: Nee also in der Freien Lernen Welt ist das Ziel und die Perspektive dass wir sagen da muss nichts freigegeben werden.
00:21:09: In der freien Lernwelt ist alles frei zugänglich, daher auch der Name Freie Lernwelt.
00:21:15: Da kann ich mir in der Zukunft bei Jungen als Lerner den Lerneninhalt, den ich für mich als relevante erachte, frei selbst buchen.
00:21:23: Es gibt am Ende sehr wohl ein kurzes Feedback.
00:21:25: noch mal aber auch da ist die Führungskraft nicht direkt eingebunden.
00:21:29: das heißt dieser dieses freie Lernen läuft völlig autark dass keiner Beschäftigte dann selbst initiieren und durchführen.
00:21:38: Ich sag mal jeder kennst, der Schreibtisch ist immer voll.
00:21:42: Wie ermöglicht ihr oder habt ihr euch irgendwas überlegt dass die Leute auch die Zeit finden das Angebot zu nutzen?
00:21:49: Wie schafft dir dieser Lernräume?
00:21:52: ganz wichtige Frage Da trifft so ein Sprichwort aus meiner Sicht ganz gut zu.
00:21:59: Also jeder ist seines Glückes schmied, man muss sich natürlich die Zeit für die Dinge nehmen, die einem wichtig sind und wir als Unternehmen müssen uns natürlich auch überlegen.
00:22:07: Und da sind wir gerade auch dabei.
00:22:09: das will ich gerne umschreiben wie ich mir dann auch diese Zeit nehmen kann Auch in Zeiten von Dynaxität und wovon man da überall so spricht also vom vollen Schreibtischen und vielen Meetings und einfach einen super vollen Tagesgeschäft.
00:22:25: Wir möchten ganz gerne bei Jung und da sind wir dabei das Thema freies Lernen und lernen in unserer Lernplattform dahingehend fördern, indem wir über eine Art Lernzeitbudget sprechen.
00:22:35: Also wir möchten gerne über eine Betriebsvereinbarung unseren Beschäftigten die Möglichkeit geben in der Woche forty-fünf oder sechzig Minuten.
00:22:42: Da sind für uns noch nicht ganz einig.
00:22:44: Das sind wir gerade noch am Erheben.
00:22:46: was da so der richtige sweet spot auch wäre Das möchten wir niederschreiben, um da einfach auch sozusagen die Basis zu schaffen.
00:22:55: Die Legitimation auch zu schaffen, wöchentlich Zeit zu investieren im Rahmen der Arbeitszeit, um das Thema Lernen als wichtigen Faktor zu unterstreichen.
00:23:07: Ja super!
00:23:07: Das gibt den Mitarbeitenden dann ja auch so eine Sicherheit und Verbindlichkeit.
00:23:14: Wie begleitet ihr denn den Wandel kommunikativ?
00:23:17: Du hast ja jetzt schon eben gesagt, bei euch ist die interne Kommunikation in der Personalabteilung.
00:23:23: Das ist da sicherlich eine Stärke.
00:23:25: Du hast auch schon mal von dem Testpiloten berichtet.
00:23:28: Was macht dir sonst noch kommunikative?
00:23:34: Auch ne gute Frage genau wie du es jetzt eingeleitet hast.
00:23:37: wir nutzen natürlich den direkten Draht zu unseren Kolleginnen in der internen Kommunikations.
00:23:43: Wir haben bei Jung seit einiger Zeit ein neues Portal, was sich Jung Info nennt und über diese Plattform spielen wir regelmäßig unterschiedlichste Informationen.
00:23:53: Also wir werden in den nächsten Wochen und Monaten, auch wenn es jetzt in Richtung Konkretisierung des Piloten geht.
00:23:59: Und näher in Richtung eines tatsächlichen Go-Lives geht werden wir intensiver über Junginfo unsere Beschäftigten informieren.
00:24:08: Ich denke dass wir auch parallel die Führungskräfte als ich sage noch mal etwas speziellere Zielgruppe herausgehoben, parallel und auch vorab informieren werden.
00:24:19: Einfach dass da ich sage jetzt mal die Informationsketten auch professionell ja nacheinander aneinander gereiht funktionieren können Und das ist sicherlich auch nicht zu verachten.
00:24:30: wir werden natürlich auch die Betriebsräte nochmal intensiver mitnehmen bei diesem Gesamtprozess weil das natürlich bei der Einführung von einem digitalen Tool wie einer Lernplattform auch ein ganz wichtiger Punkt ist.
00:24:43: Jetzt beim Thema Kultur, was ist so dein Key-Takeaway wie man Mitarbeiter in einem traditionellen Umfeld mitnimmt?
00:24:55: Ja.
00:24:55: In einem traditionellem Umfeld hilft meiner Meinung nach auf jeden Fall... Hartnäckig zu bleiben und hartnäcke ich zu sein wenn ich jetzt die Perspektive des Personalentwicklers einnehme.
00:25:07: also in traditionellen Umfeldern.
00:25:11: Sind die Leute meiner Meinung nach etwas schwieriger zu überzeugen von den Mehrwerten neuer Dinge.
00:25:18: das heißt gut ding will Weile haben.
00:25:20: ich muss da in der Regel etwas mehr Zeit investieren, ich muss auch vielleicht mal den zweiten dritten vierten Anlauf nehmen um die leute Ja, gerne das Öfteren doch an dem Altbekannten auch festhalten von den Mehrwerten des neuen einfach zu überzeugen.
00:25:36: Das ist der einen Punkt und ich glaube was ganz wichtig ist damit das Ganze gelingen kann ist einfach frühzeitig.
00:25:44: viele Menschen ja mitnehmen bei dem Thema, mitnehmen auf der Reise ob es jetzt ein Pilot ist, den wir jetzt relativ, ich sage mal auch relativ offen dazu am Ende unserer Reise platzieren Oder auf dem Weg bis dahin auch immer mal wieder mit Leuten intern zu sprechen, die potenzielle Multiplikatoren für das Thema Lernplattform oder Lernen im Allgemeinen sein können.
00:26:07: Das halte ich für ganz wichtig.
00:26:08: also so einerseits das Thema die Menschen mitnehmen frühzeitig mitnehmen Auch relevante Akteure mitnehmen nicht in dem Sinne irgendwem sondern die Multiplikatoren und auf der anderen Seite hartnäckig sein Nicht zu früh aufgeben dass es glaube ich in traditionellen Umfeldern sehr sehr wichtig
00:26:27: Das sind super Tipps.
00:26:28: Ich würde jetzt gerne noch über die Inhalte sprechen, weil du ja auch am Anfang gesagt hast, da seid ihr euch gerade richtig am Aufstellen mit den Inhalten und es lebt auch von den Inhalten?
00:26:38: Welche Art von Inhalten braucht es in so einer freien Lernwelt?
00:26:45: Ja das ist eine ganz spannende Frage und für uns auch noch eine Frage, die wir nicht vollends beantwortet haben.
00:26:51: also da tue ich mich jetzt tatsächlich schwer eine ich sage mal finale Antwort gerade hier zu geben will aber gerne einen Gedanken, mindestens ein Gedankenteilen.
00:27:00: Ich hatte das schon mal angeschnitten auf der einen Seite wollen wir selbst auch Lerninhalte gestalten also jungen interne oder jung spezifische Inhalte.
00:27:11: Das heißt Wir werden auf der eine Seite sehr jung naß Wissen in Form von Lerninhalten platzieren.
00:27:19: Das heisst da geht es um Prozesswissen Da geht es Um Themen wie Nachhaltigkeit oder ähnliche Themen.
00:27:26: Wir werden sicher was auch für den Bereich des Vertriebes machen.
00:27:33: Das denke kann ich hier auch verraten, weil wir eine ja noch recht frische Vertriebsleitung haben die auch sagt, wir möchten bei Jung gerne einen Weg gehen wo wir unseren Vertrieblern auch erklären wie wir bei Jung verkaufen wollen.
00:27:48: Also das wird hinterher ein ganz buntes Potpourri sein.
00:27:51: Natürlich werden wir Softskill-Themen anbieten, natürlich werden wir, ich sage jetzt mal Technikthemen angebieten.
00:27:56: Ich hatte das Beispiel heute zu dem MS-Dreifumsechzigproduktexel ja kurz angerissen.
00:28:01: also einfach einen ganz bunter Blumenstrauß um einfach ganz vieler Beschäftigte auch möglichst erreichen zu können.
00:28:09: Bei den selbst kreierten Lernen hat mir gerade zum Beispiel das Vertriebsbeispiel erstellt.
00:28:13: ihr oder ist es geplant dass die Fachabteilung erstellt?
00:28:17: Also der Vertrieb?
00:28:19: Ja, das ist quasi eine gemischte Erstellung.
00:28:22: Wir haben bei uns bei Jungintern den großen Vorteil dass wir im Vertrieb angesiedelt eine sogenannte Akademie haben.
00:28:29: Die Akadmie ist nicht leicht zu setzen mit der Personalentwicklung aber intern wie auch nach extern ein ganz wertvolles Instrument um primär für externe Zielgruppen Aktivitäten zu schalten und Angebote zu machen.
00:28:42: Die Akademie wird aber auch sehr gerne und regelmäßig intern eingesetzt, um gerade auch ich sage jetzt mal sehr vertriebsnah zu unseren Produktlösungen zu qualifizieren.
00:28:52: und da werden wir auch für unsere LMS-Welt in der Personalentwicklung stark von profitieren da die Akademie auch mit Referentinnen und Referenten, mit Content Creators, die da anzusiedeln sind.
00:29:05: Auch Angebote schaffen, die wir natürlich dann einen Teil der Beschäftigten zur Verfügung stellen können.
00:29:12: Vielleicht noch zum Thema externe Lerninhalte?
00:29:15: Kannst du da so ein paar Tipps für die zuhörenden Teilen?
00:29:19: Wie entscheidet ihr euch dafür den richtigen Partner?
00:29:23: Wie wählt ihr Inhalte aus, die wirklich relevant sind?
00:29:28: Ja, gerne.
00:29:31: Natürlich gibt es online diverse Möglichkeiten sich zu informieren wie es da auf dem Markt gibt.
00:29:40: Viele kennen natürlich die großen Player.
00:29:43: Wie gesagt, Namen möchte ich jetzt ungern nennen.
00:29:45: Aber da gibt es halt viele große Anbieter.
00:29:47: Ich bin der Meinung das ist a immer Sinn macht sich mit bekannten Personalern auch mal auszutauschen und auch mal andere zu fragen hey mit wem arbeitet ihr?
00:29:56: Mit wem macht er gute Erfahrungen?
00:29:59: Ich glaube dass es grundsätzlich sinnvoll ist bei der Auswahl darauf zu achten, dass die Lernenhalte sich sehr gut und vernünftig integrieren lassen in die eigene Plattform.
00:30:09: also das ist glaube schon ein sehr wertvoller Faktor, der zu berücksichtigen ist.
00:30:15: Natürlich hat man auch das Thema Preise.
00:30:17: also externer Content kostet natürlich auch Geld und deswegen kann ich nur jedem auch ans Herz legen sich gut zu überlegen ob man nicht auch Willens ist und die eigene Ressource im eigenen Hause hat selbst auch Content zu erstellen und in dem Sinne die heute beschriebene auch Hybrid Variante fahren zu können.
00:30:37: Sofern man sich aber für ein extern oder mehrere externe Contentlieferanten entscheidet, das vielleicht noch abschließend.
00:30:43: macht es aus meiner Sicht auch immer Sinn, mal eine Pilotphase zu machen.
00:30:47: Demofasen zu nutzen im Unternehmen, Demolizenzen an unterschiedlichste Personen zu verteilen und nicht nur aus dem Personalbereich um da einfach auch mal gespiegelt zu bekommen hey trifft das den Zahn der Zeit?
00:30:58: ist das für unsere Organisation relevant sind die deren Inhalte entsprechend methodisch didaktisch professionell aufbereitet?
00:31:05: kommen wir damit zurecht?
00:31:06: sind wir damit?
00:31:07: fein dass werden so meine schnellen ja Vorschläge, wie man dem Thema beginnen könnte.
00:31:15: Also auch hier wieder eine Testgruppe?
00:31:17: Jetzt hast du ganz am Anfang von diesem Fundament ja auch gesprochen wo er schaut welche Kompetenzen braucht ihr da drauf basierend sind die Entwicklungsfelder.
00:31:29: jetzt in der freien Lernwelt kann ich mir ja frei aussuchen was Machen möchte dann praktisch.
00:31:36: wie verbindet ihr diese das dann aber noch mit Kompetenzen rollen und Entwicklungszielen?
00:31:41: oder soll das bewusst nicht an sowas gekoppelt sein.
00:31:46: Ja, dass ist tatsächlich noch ein Thema was in den Kinderschuhen steckt.
00:31:49: also du hast schon mit deiner Frage eine sehr spannende Perspektive aufgemacht.
00:31:53: im Bestfall Verknüpfen wir das natürlich zukünftig.
00:31:57: Ich muss dazu einschränkenderweise sagen, dass wir beim Thema Kompetenzmanagement noch nicht so weit sind wie wir gerne wären weil auch das Thema Kompatenzmanagement Je nachdem wie man es auch umsetzt im eigenen Hause, im eigenen Unternehmen.
00:32:12: Auch schnell und stark Ressourcen binden kann ich dennoch aber von den Mehrwerten des Ganzen stark überzeugt bin.
00:32:19: also wir machen uns weiter dafür stark dass wir auch was eine Umsetzung von einem ganzheitlichen Kompetenzmanagement bei Jung angeht das wird das auch in den nächsten Monaten und Jahren intensiver noch leben können und umsetzen können, damit wir einfach auch Lerninhalte in einer Lernplattform beispielsweise mit Kompetenzen versehen können.
00:32:40: So dass ein Lerner der einen Lerninhalt A Durchführt hinterher ein Kompetenzzuwachs bei der spezifischen Kompetenzen, die dort im Fokus steht.
00:32:47: Auch gewinnen kann und das bestmöglich auch in seiner eigenen Lernumgebung in seinem eigenen Lärmprofil und Kompetensprofil dann sehen kann so nach dem Motto hey mein Lernenhalt ist erfolgreich durchgeführt und meine Kompetent hat sich jetzt danach entwickelt nach oben.
00:33:03: da kann man schon ganz ganz viele spannende Sachen machen.
00:33:05: Ein letzter Gedanke, man kann auch Kompetenzen im Sinne einer Redzertifizierung ablaufen lassen.
00:33:11: Also um dort auch regelmäßig in Schleifen reinzukommen sich mit Themen wiederkehrend auseinanderzusetzen.
00:33:18: Das hat also diverseste Vorteile sich dem Thema zu nähern.
00:33:22: Ich kann mir da ganz viel vorstellen.
00:33:23: aber das sind natürlich bei uns jetzt speziell bei Jungen eher noch Zukunftsthemen
00:33:29: Vielleicht jetzt noch.
00:33:30: dann als Letztes auf die Technologie eingehend.
00:33:34: Du hast ja gesagt, die Basis bei euch ist eine Lernplattform.
00:33:39: Darin wird die freie Lernwelt sich abspielen.
00:33:43: Welche Anforderungen hattet ihr an die Lernplatform?
00:33:49: Ja wir haben einen.
00:33:50: bei der Auswahl oder bei der Suche eines geeigneten Ambitars für Jungen haben wir einen restaufwendigen Weg eingeschlagen.
00:34:00: Wir haben sogenannte User Stories beschrieben, also mehr oder weniger Geschichten und Anforderungen formuliert Szenarien aufgeschrieben die für uns... ja die Zukunft abbilden, die wir gerne in einer Lernplattform wiederfinden möchten.
00:34:15: und diese User Stories haben wir versucht sehr konkret zu beschreiben.
00:34:19: Wir haben sie mit sogenannten Akzeptanzkriterien versehen also mit Kriterien wo wir sagen wenn die erreicht werden dann akzeptieren wir dass der Anbieter dieser also vollumfänglich auch mitbringt und für uns auf die Beine stellen kann.
00:34:32: und so haben wir diese diese UserStories in eine Art Anforderungskatalog an die Anbieter, die wir für uns gescreened hatten versendet.
00:34:40: Wir haben dann eine Art Vorauswahl gemacht.
00:34:42: Dann haben wir Anbieten zu uns nach Scheidsmühler eingeladen vor Ort so ein Persönlichem kennenlernen das natürlich im Endeffekt die vorgefiltert hat und ich meine dass waren drei an der Zahl.
00:34:53: und so haben wir uns dann pö-a-pö in persönlichen Gesprächen und dem intensiven Austausch auch über diese User Stories und Akzeptanzkriterien letztendlich auch zu einem Anbieter, nämlich Shell EMC.
00:35:04: Der hinentwickelt für uns einfach das breiteste und passendste Gesamtpaket mitgebracht hat.
00:35:14: Und wie hilft euch dann die Lärmplattform Freiräume zu schaffen?
00:35:18: Ich sage es jetzt mal plump!
00:35:19: Ihr könntet ja auch einfach mit der Betriebsvereinbarung sagen okay ihr kriegt eine Stunde Lernzeit und nutzt sie wie ihr wollt.
00:35:28: Also, wie unterstützt euch nochmal die Lernplattform dabei gezielt diese Freiräume zu schaffen?
00:35:35: Ja.
00:35:37: Die Lernplatform wird uns zukünftig ermöglichen dass wir alle Beschäftigten erreichen können.
00:35:42: Wir erreichen heute leider noch nicht alle Beschädigten.
00:35:46: wenn wir dahin schauen wer unsere Lernangebote wahrnimmt sind das leider viel zu selten die Kolleginnen und Kollegen in den wir nennen es Operations Bereichen, also die Kolleginnen oder Kollegen in der Produktion, in der Logistik oder auch den technischen Service Abteilung drum herum.
00:36:04: Und wir möchten gerne in der Zukunft über die Lernplattform alle Beschäftigten erreichen und haben deswegen als kleines technisches Beispiel auch für die Anmeldung unsere Personalnummer jetzt erst mal herangezogen, dass wir sagen jeder Beschäftigte hat eine Personalnumer mit der kann sie oder er sich dann auch anmelden.
00:36:22: Egal ob ich jetzt eben in der Produktion arbeite oder im Personal oder sonstwo das ist dann zukünftig jedem zugänglich.
00:36:30: Das ist für uns ein ganz großer Hebel.
00:36:33: Natürlich sind wir uns auch bewusst, dass in den Operationsumfeldern das Thema Lernen während der Arbeitszeit vermutlich relativ schwierig sein wird.
00:36:41: Weil ich da einfach in laufenden Produktionsprozessen eingebunden bin.
00:36:45: Aber und das ist natürlich auch ein Mehrwert von einer Lernplattform.
00:36:48: Die Lern-Plattform wird Worts und Zeit unabhängig verfügbar sein, sodass wir im Bestfall mit spannenden Lernangeboten die Beschäftigten auch mal abends auf der Couch irgendwie positiv gespielen können oder am Wochenende wenn vielleicht draußen nicht die Sonne scheint sondern es regnet.
00:37:05: Das ist super spannend!
00:37:06: Vielleicht zum Abschluss welchen Tipp gibst du anderen Unternehmen?
00:37:12: Sag ich jetzt mal aus sehr traditionellen Strukturen heraus eine modernere Lernkultur entwickeln wollen.
00:37:23: Ich würde auf jeden Fall empfehlen, ein Projektteam aus dem Personal heraus auf die Beine zu stellen.
00:37:31: Ich würde mir im Unternehmen Multiplikatoren suchen, also Menschen die grundsätzlich eine Affinität einer Offenheit für das Thema Lernen mitbringen.
00:37:40: In der Regel als Personaler weiß ich im Unternehmen wer das ist und da würde ich mir eine bunte Gruppe zusammensuchen von Fachexpertinnen und Experten von Führungskräften vom Seiten des Betriebsrades sofern einer vorhanden ist und dann würde ich schauen dass ich mich einfach sehr intensiv mit dem Thema Lernen auseinandersetze und mit dem was meine Organisation eigentlich braucht.
00:38:02: Und da würde ich weniger, ich sage jetzt mal dogmatische vermeintliche Phrasen erreichen wollen in Sinne von das muss ja zeitgemäßer werden es muss jetzt moderner werden sondern einfach nicht dann betrachtet sich mit der Frage auseinander setzen Was ist für meine Organisation relevant?
00:38:20: In der Zukunft wie wollen wir lernen gestalten?
00:38:23: Und das wird sicherlich in den meisten Unternehmen unterschiedlich aussehen, also jedes Unternehmen ist da anders und so wird auch jede Lernreise zu einer eigenen Lernplattform oder Lernkulturbewegung auch unterschiedlich aussen.
00:38:37: Danke dir für deine Zeit und die Einblicke!
00:38:41: Das war sehr spannend.
00:38:44: Sehr gerne ich danke dir auch.
00:38:51: Ihr könnt den Podcast direkt in der Podcastapp eurer Wahl abonnieren und wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns gerne eine Bewertung da.
00:38:59: Das hilft uns sehr!
00:39:01: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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