#65: Vom „Das haben wir immer schon so gemacht“ zur lernenden Organisation bei BSH

Shownotes

In dieser Folge von eLearning INC. sprechen wir mit Kai-Uwe Sponer, Global Head of Learning & Development bei BSH.

Vor 5 Jahren stand BSH vor einer Herausforderung, die viele große Unternehmen kennen: dezentrale Lernstrukturen, unterschiedliche LMS-Lösungen, lokale Prozesse und ein Learning-Ansatz, der oft eher verwaltend als strategisch war.

Kai gibt ehrliche Einblicke, wie BSH Lernen komplett neu organisiert hat. Weg von vielen einzelnen Lösungen hin zu einer globalen Lerninfrastruktur. Weg von zentraler Verwaltung hin zu Co-Creation mit den Fachbereichen. Und weg von „Das haben wir immer schon so gemacht“ hin zu einer lernenden Organisation.

Wir sprechen unter anderem darüber, wie man ein globales LMS einführt, warum BSH bewusst auf einen Big-Bang-Rollout statt Pilotprojekte gesetzt hat und welche Rolle Kompetenzmanager in den Fachbereichen spielen.

Außerdem geht es um Widerstände, Veränderungsmüdigkeit und die Frage, wie man Lernen im Unternehmen strategisch relevant macht.

💡 3 Takeaways aus dem Interview:

  • Stetige Kommunikation als Schlüssel: Eine Lerntransformation scheitert selten an der Technologie, sondern meist an fehlender Kommunikation und mangelnder Einbindung der Fachbereiche.
  • Co-Creation verändert die Rolle von L&D grundlegend: Fachbereiche verantworten Inhalte, L&D schafft den Rahmen und die Infrastruktur.
  • Global vs. Lokal: Globale Standards funktionieren nur dann, wenn lokale Relevanz bewusst mitgedacht wird. * 💬 Zu dem Interviewgast:*

Kai-Uwe Sponer ist seit 5 Jahren Global Head of Learning & Development bei BSH. Zuvor war er unter anderem bei Apple und Disney tätig und bringt Erfahrungen zu digitaler Transformation sowie Business Development mit.

Transkript anzeigen

00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu eLearning Inc.

00:00:10: dem Corporate Learning Podcast der SHARE EMC!

00:00:14: Ich bin Vanessa, heute sprechen wir über ein Thema das wahrscheinlich viele kennen aber nur wenige wirklich lösen Wie kommt man weg von, das haben wir immer schon so gemacht.

00:00:25: Und was braucht es um Lernen in einem globalen Unternehmen wirklich neu zu denken?

00:00:31: Organisatorisch technologisch und kulturell!

00:00:34: Darüber spreche ich heute mit Kai Global Head of Learning and Development bei BSH.

00:00:40: Hallo Kai schön dass du da bist magst Du dich selbst kurz vorstellen.

00:00:44: Wir gern.

00:00:45: Hallo Vanessa Schön dass ich da sein darf.

00:00:49: Ich bin Kai Kaysponer, ich bin bei der BSA Bosch Siemens Hausgeräte.

00:00:53: Jeder kennt wahrscheinlich unsere Produkte.

00:00:55: Ich gehe mal davon aus dass der eine oder andere einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine von meinem Unternehmen in seinem Haushalt stehen hat.

00:01:05: Seit fünf Jahren der Head of Global Learning.

00:01:09: das heißt ich darf unsere globale Personalentwicklung verantworten und bin mittlerweile fast zehn Jahre in der BSH.

00:01:19: Ich bin Seiteneinsteiger in das Thema, ich habe eigentlich gestartet in der BSH im Bereich digitale Transformation durfte dort ein Strategie-Team leiten zum Thema Digital Touchpoint Strategy.

00:01:32: Das heißt wir haben uns um Kanäle und Touchpoints gekümmert die mit unseren Konsumenten zu tun hatten Und ein Teil meiner Aufgabe war auch schon Trainings aufzubauen, das heißt ich war eigentlich im Bereich Allendeer.

00:01:48: Auf der anderen Seite ich war Konzeptlied und durfte viele Trainings konzeptionieren und auch halten zu dem Thema und hatte so schon immer sehr viel Verbindung in Richtung Personalentwicklung.

00:02:02: was braucht es um neue Themen vor allem im Unternehmen gut zu platzieren und dafür auch zu sorgen dass letztlich auch die Akzeptanz von neuen und transformatorischen Themen entsprechend ihren Erfolg haben mit dem großen Konzern wie der BSH.

00:02:20: Eine Transformation hast du dann ja auch heute in deinem Team gemacht, darüber sprechen wir hier nachher noch.

00:02:27: Du hast jetzt schon gesagt, du warst vorher bei BSH in einem anderen Team und vorher warst du ja auch bei Apple und Disney also sind die auch sehr bekannte Unternehmen wo du war, was davon prägt dein Blick auf Lernen heute am meisten?

00:02:45: Also in der Retrospective ist immer irgendwie ein Blick auf Lernen dabei gewesen, auch wenn meine Rollen ganz andere waren.

00:02:53: Dazu muss man wissen dass meine Rolle bei Disney zum Beispiel sehr Business Development lastig war.

00:03:01: wir waren im digitalen Umfeld.

00:03:03: ich habe bei Disney seit fast sieben Jahren den Bereich aufgebaut und geleitet der digitale Distribution Verantwortung und geleitet hat und gemacht hat.

00:03:17: Das heißt, digitale Distribution kann man sich vorstellen alle Inhalte von Disney die auf irgendwelche digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt und dort eben genutzt werden.

00:03:30: Und das waren zu Zeiten zwei tausend vier also digitale end Geräte die irgendwas downloaden konnten.

00:03:34: Das war zum ersten mal Handys.

00:03:36: wir sind mit Spielen gestartet Und ich gebe es zu, wir waren auch diejenigen, die dafür letztlich auch ein bisschen verantwortlich waren das Jambe haben mit seinen blöden Klältönen und ähnlichen Inhalte hatten.

00:03:49: Aber wenn man sich Disney heute anschaut, Disney Plus, der Kern dessen was dort gemacht wird, der hat mit meinem Team zu tun gehabt und auch da war Lernen schon immer ein ganz ganz wichtiger Bestandteil aber ganz anders.

00:04:06: Also in der Nachschau muss ich sagen, ist dort lernen irgendwie so mitgemacht worden.

00:04:13: Und auch erwartet worden war Teil der Kultur dass man einfach lernt und das ist jetzt schon zwanzig Jahre her.

00:04:21: also Insofern muss Ich sagen Das war spannend zu sehen dass es stärker in der Kultur verankert war Dass jeder Mitarbeiter letztlich auch die Verantwortung für sich getragen hat und gesagt hat Okay, ich will mich weiterentwickeln.

00:04:37: Und die Rolle von HR in dem Fall war eigentlich eher untergeordnet.

00:04:43: Die haben Inhalte zur Verfügung gestellt, haben Impulse gegeben aber es kam eigentlich aus den Teams heraus von den einzelnen Leuten und bei Apple war es ähnlich.

00:05:00: auch dort gab es... Es gab dort gar keine L&D.

00:05:05: also das war Das haben so die HR Business Partner mitgemacht irgendwie.

00:05:10: Da kamen die Impulse und dort gab es ganz klare Standards, was bei Apple anders war.

00:05:19: Ich hatte eine klassische Sales-Rolle bei Apple also ich habe Sales gemacht für Hardware Und dort ist natürlich das Thema Verhandlungen wie.

00:05:30: wir haben echt große Beträge bewegt.

00:05:33: Also insofern Wir waren für einen sehr großen Umsatzverantwortlich, kleines Team mit großer Umsatz-Verantwortung und dementsprechend war natürlich unser Gegenüber meist die Einkaufsleitung teilweise sogar also von den Mobilfunkbetreibern.

00:05:46: Teilweise sogar.

00:05:47: wir waren mit dem Vorstand immer wieder zugangen das heißt sie mussten natürlich gut verhandeln können so und Das war zum Beispiel ein Standard dass wir durch einen Training aus der Apple Academy durchgegangen sind d.h dort ist wenig von außen im Unternehmen angeboten worden sein.

00:06:10: Es gab quasi ein eigener Trainer, ein eigenes Trainingsprogramm und da bin ich natürlich auch sehr viel Kultur die vermittelt wird wie wir auftreten, wie wir uns verargumentieren ,wie wir unsere Produkte verkaufen.

00:06:25: Also insofern ganz anders als das was sich jetzt bei Bosch und der BSH erleben darf.

00:06:33: Das ist spannend!

00:06:34: Und hilft mir natürlich auch so ein bisschen, beide Seiten zu kalibrieren.

00:06:39: Was habe ich quasi als Mitarbeiter erlebt?

00:06:42: Was sind unterschiedliche Kulturansätze?

00:06:44: Auch unterschiedliche Technologien und das hilft mir ein Stück weit in meiner jetzigen Rolle nicht zu sehr nur die Brille BSH und Bosch auf.

00:06:58: Ja vielleicht jetzt zu BSH... Wie war denn das...?

00:07:03: Learning and Development Team.

00:07:05: Da fangen wir mal an, wie war es strukturiert als du gestartet bist?

00:07:09: Ich weiß jetzt sieht's ja anders aus.

00:07:11: aber wie wars zu deinem Staat?

00:07:14: Ja Wie gesagt ich bin ja ein Seiteneinsteiger und meine Aufgabe als ich in die HR gewechselt bin Und damals hieß es noch Die BSHA Academy und die gab es sehr sehr sehr lang Und das passt vielleicht so.

00:07:30: Das haben wir schon immer so gemacht war sehr dezentral organisiert.

00:07:36: Das heißt, es war eine typische, ich würde mal sagen so eine Corporate Funktion die im Prinzip Empfehlungen ausspricht und vielleicht mit dem ein oder anderen Anbieter globale Verträge machten und die anbietet.

00:07:48: aber es gab eben auch sehr lokale Academies Und das Team war sehr klein und das war auch letztlich sehr München-lastig.

00:07:57: Unser Headquarter ist in München.

00:07:59: Wir haben in Deutschland natürlich von unseren Knapp über fünfzigtausend Mitarbeitenden.

00:08:04: Zehntausend in Deutschland sitzt ein bisschen mehr sogar, das heißt dementsprechend... Wir waren natürlich zuerst mal recht deutschlandlastig und die Aufgabe war im Rahmen einer Reorganisation lassen uns unter anderem auch lernen neu denken.

00:08:19: also wir haben viele COIs neu gedacht in HR und Lernen eben als das COI mit der Aufgabe wir müssen vor allem Effizienter werden.

00:08:32: Also der Kritikpunkt aus den Fachbereichen, aus dem Business heraus war sehr deutlich Wir machen viele Dinge selber weil wir von euch nicht die Unterstützung bekommen, die wir brauchen.

00:08:43: und eine meiner Maximum ist eben Kundennähe, Kundenorientierung.

00:08:49: insofern Mein erster Eindruck war erst mal, okay die Angebote sind ganz gut und das war so die Post-Corona Zeit.

00:08:58: Das heißt wir haben jetzt erstmal sehr viele Angebote gemacht und da gab es auch eine hohe Bereitschaft letztlich auch Investitionen zu tätigen.

00:09:05: Und das kann das jetzt auch mal zu bereinigen und genauer draufzuschauen was davon wird denn wirklich genutzt?

00:09:10: Was wird nicht genutzen?

00:09:12: Was braucht vor allem der Kunde?

00:09:13: Das heißt in dieser Anbahnungsphase, in dieser Reorg Phase wo wir Konzeptionell überlegt haben, wie können wir das Ganze aufsetzen?

00:09:22: War einer der meisten Aufgaben die wir gemacht haben.

00:09:27: Wir haben ganz viele Fachbereiche gesprochen und haben gesagt was brauchen die und was haben sie nicht bekommen?

00:09:33: und wie ticken Sie hier und haben gesehen, wir haben ein ganz inhomogenes Bild im Unternehmen.

00:09:38: also Kompetenz meines Mann war in manchen Fachbereichen hoch ausgeprägt sehr reif eine Reife grad der so hoch war dass wir teilweise davon lernen konnten und teilweise gar nicht bekannt dieses Bild irgendwie mal auf einen Nenner zu bekommen und daraus ein Zielbild zu gestalten, damit haben wir im Prinzip gestartet.

00:10:00: Also es gab verschiedene kleinere lokale Akademien als du gestartet hast und deine Aufgabe war es das Ganze neu zu denken weil die Fachbereiche vor diesen lokalen Akademie nicht das bekommen haben was sie wollten Ganz genau.

00:10:20: Und woran lag das, dass sie von diesen lokalen Akademien nicht bekommen haben?

00:10:24: Also wo war der Sand im Getriebe?

00:10:31: Der Sand war unter anderem darin, dass wir auch zu wenig Leute waren.

00:10:39: Das braucht viel Aufmerksamkeit und viel Manpower und Womanpower um letztlich auch nah am Business sein zu können.

00:10:48: und dann natürlich auch ein Konzept, ein gutes Konzept in dem du Standard setzen kannst.

00:10:53: Und die gab es so nicht!

00:10:55: Okay...und was war die Zielvision?

00:10:59: Also lernen neu denken oder gab's schon eine konkretere

00:11:05: Zielvision?!

00:11:07: Genau wir haben dann gesagt okay wir möchten organisatorisch uns so verändern dass wir Effizient und nah am Kunden sein können.

00:11:18: Das heißt, wir haben erstmal tatsächlich ein globales Team gebildet das wirklich Ende zu Ende verantwortlich ist für Lernen von quasi ganz früh vom ersten Kontakt und auch vom Thema Kompetenzmanagement kommt.

00:11:33: also was sind denn so unsere Kompetenzen die wir brauchen?

00:11:36: Die wir jetzt brauchen, die wir in der Zukunft brauchen, diese Definition dieser Kompetensen mit den Fachbereichen.

00:11:43: Wir haben in Rollen gedacht Das heißt, wir haben auch eine Rolle im Fachbereich mitgedacht.

00:11:48: Wir brauchen bei euch jemanden der zentral verantwortlich ist für das Thema Kompetenzmanagement, den wir als Counterpart letztlich immer wieder ansprechen können und dann haben wir das Team gebündelt sind also alle unter diesen Global Learning Campus eingezogen mit klaren Verantwortlichkeiten.

00:12:14: Wir haben in Rollen gedacht im Sinne von, wer designed?

00:12:19: Wer ist admin?

00:12:20: Also die Rollen waren vorher nicht klar und zumindest nicht so dass in jedem Land dann auch immer jemand war der die Verantwortung hatte.

00:12:30: also das hat sich dann auch technologisch gezeigt.

00:12:33: es gab halt eben sehr viele unterschiedliche Lernplattformen, unterschiedliche Anbieter.

00:12:41: Was auch dazu geführt hat ist natürlich die Preise, die wir bezahlt haben am Markt nicht immer in unserem Sinne waren weil natürlich die Anbiete auch irgendwann mal verstanden haben okay, die sprechen gar nicht miteinander oder zumindest nicht so wussten und dementsprechend haben wir natürlich auch nicht die Preisbündelung oder die Einkaufsbündlung realisieren können, die es gebraucht hat.

00:13:07: Und letztlich haben wir aus dieser Rolle, die wir gedacht haben im Fachbereich auch gesagt.

00:13:15: Wir müssen uns intern so aufstellen dass wir diese Rolle gut abholen und integrieren können.

00:13:19: das heißt Co-Creation war für uns sehr wichtig.

00:13:22: Wir haben uns dann nach fünf großen Themenbereichen organisiert.

00:13:27: Wir nennen die Shapes.

00:13:29: Das sind so Themenbereiche wie Sales & Marketing alle Produktionsnahenthemen usw.. Das sind große Gruppen, eben zusammen mit den Fachbereichen letztlich sehr eng arbeiten um Trainingsbedarfe zu ermitteln.

00:13:45: Um Trainings zu designen und Trainings an dem Markt zu bringen.

00:13:49: Und das Ganze noch wir sind ein globales Unternehmen natürlich auch mit lokalen Perspektiven.

00:13:56: Also es stinkt erstmal ziemlich interessiert ist es gar nicht.

00:14:00: Es hat dazu geführt dass wir deutlich näher am Thema sind.

00:14:05: auch effizienter arbeiten konnten, dass wir Standard setzen konnten und dass wir eben daraus auch große global ausgerollte Programme an den Staat bringen konnten.

00:14:17: Und letztlich dadurch auch unser Lernbudget deutlich besser und effizienter nutzen.

00:14:27: Vielleicht, du hast es gesagt.

00:14:30: Ihr wart am Anfang ein sehr kleines Team.

00:14:32: mit wie vielen Mitarbeitenden habt ihr gestartet und wie viele Mitarbeiter seid ihr jetzt?

00:14:37: Und wie viele Rollen habt ihr in diesem Team?

00:14:43: Wir sind gestartet.

00:14:44: das ehemalige Corporateam waren sieben Leute inklusive mir und nach der Reorg sind wir knapp über dreißig Und wir haben nicht tatsächlich nicht an allen Standorten immer jemanden sitzen, der im Prinzip auch lokal verantwortlich ist.

00:15:09: Haben aber ein ganz gutes Konzept wie wir uns organisiert haben um da letztlich auch Kräfte zu bündeln.

00:15:15: und insofern zusammen mit den und die Rechnung wird wirklich dazu also die die Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen die Kompetenzmanagement betreiben die mit uns arbeiten die in Co-Creation gehen, bilden den Hauptteil des Learning Campus an sich.

00:15:34: Also dass die große Community besteht aus fast hundert Leuten und mit einem Mix Beitrittel ein Drittel also zwei Drittel aus dem Business und eintrittelt wir und so glauben wir ist auch ein gesunder Mix.

00:15:46: Und in den Fachbereichen?

00:15:48: Die Personen sind die wirklich?

00:15:49: Ist das dann ihre Hauptaufgabe sozusagen das Thema Lernen und Lerninhalte generieren?

00:15:58: oder ist es so wie bei wem hast du gesagt, es läuft so nebenher.

00:16:04: Es ist tatsächlich so dass in den meisten Fachbereichen das Thema Kompetenzmanagement wirklich eine der Hauptrollen ist die die Kolleginnen und Kollegen mit einnehmen.

00:16:14: und deine Frage vorher war noch in welchen Rollen denken wir?

00:16:16: Wir versuchen da auch relativ uns schlank aufzusetzen.

00:16:22: Wir haben Rollen wie ein, wir nennen es Journey-Architekten oder Lerndesigner.

00:16:29: Wir haben lokale Lernspezialisten das sindjenigen die letztlich die globalen Programme in den Ländern so übersetzen dass sie funktionieren dann auch verbunden im Zweifel mit einer Anbieterauswahl Die eben im Land In China zum Beispiel oder in Indien so vornehmen, dass das dann auch die Inhalte gut vermittelt werden können.

00:16:53: Dass die Programme gut laufen Wir haben die die admins und auch das ist neu Die admins sind teilweise auch im Fachbereich also admins sehr stark diejenigen die Im lms arbeiten Und da haben wir einen dezentralen ansatz Das eben auch admins im fachbereich sein können um letztlich auch dar geschwindigkeit einfach halten zu können dass wir nicht der bottleneck sind

00:17:20: gerade schon gesagt im LMS arbeiten.

00:17:22: Und vorher hat das du ja gesagt, ihr hattet so ganz verschiedene Systeme und habt dann vielleicht auch einen Kostenaspekt.

00:17:29: Wie habt ihr denn entschieden was ihr behaltet?

00:17:33: Was ihr radikal streicht?

00:17:35: Also wie seid ihr da vorgegangen?

00:17:39: Die Zielmaxime war natürlich ein Standard zu setzen um Kosten und Komplexität zu reduzieren.

00:17:44: Das ist in einem Konzern in dem es viele, viele Jahre immer wieder nach oben ging und wir waren muss man sagen einer der tatsächlich Profiteure der Pandemie.

00:17:59: Die Menschen konnten nicht mehr in Urlaub fahren, waren viel zu Hause und haben natürlich proportional mehr Geld ausgegeben für große und kleine Haushaltsgeräte als vorher.

00:18:09: das heißt und auch vorher hatten wir wirklich sehr gute Jahre Da ist der Kostendruck nicht so hoch und dadurch ist letztlich eine Situation entstanden, dass dann eben auch aus dieser Tatsache heraus das wir als ehemalige Cardemison nicht liefern konnten.

00:18:27: Natürlich die Fachbereiche viel selbst gemacht haben und dann haben sich in den Ländern unterschiedliche kleine LMS angeschafft.

00:18:35: also es war ein sehr fragmentiertes Bild.

00:18:38: Als ich allein diese Liste mal gesehen habe an unterschiedlichen an unterschiedlichen Plattformen, die genutzt werden.

00:18:45: Also sowohl für Learning Management als auch für Content Creation – das waren fast vierzig Stück und das ist natürlich entsprechend nicht….

00:18:55: Damit kannst du keine Standards setzen.

00:18:57: Ich glaube da sind wir uns relativ einig.

00:18:59: Und das war das große Ziel erstmal Standardzusetzen, Kosten und Komplexität zu reduzieren.

00:19:09: Natürlich ist dann wichtig dass die Bedarfe der Länder und der Fachbereiche entsprechend gesehen Und natürlich muss man auch da immer Kompromisse machen.

00:19:18: Das heißt, das war jetzt kein ... Das war nicht immer ein konsensgetriebener Prozess, muss man ganz klar so sagen.

00:19:25: Aber ein Stück weit immer mit dem Bedarf der Fachbereiche im Auge und wenn wir eine Achtzig-Zwanziglösung erreicht haben dann hat es meist auch gut funktioniert und letztlich konnten wir die Fachbereichen und letztendlich auch die Länder davon überzeugen dass wir mit einem Standard weiterfahren zentralen großen Learning Management System und konnten dadurch auch einiges tatsächlich an Effizienzen gewinnen.

00:19:56: Was war denn in diesem Technologie-Part, also diese eine Basis zu schaffen der schwierigste Teil?

00:20:03: Gab es da so eine Stelle wo du am Anfang was falsch gedacht habt oder wo ihr euch verschätzt habt?

00:20:09: hast du vielleicht einen Tipps für die Zuhörerschaft wie man davor geht?

00:20:14: ich glaube BSH ist nicht das einzige Unternehmen, dass irgendwie der fragmentierte Lösung hat und einen Standard schaffen möchte.

00:20:25: Ich will gar nicht sagen, also auch jetzt sehen wir, dass noch nicht immer alles so läuft wie wir uns das vorgestellt haben.

00:20:35: Da sind wir sehr selbstkritisch und insofern es ist immer schwierig Tipps zu geben.

00:20:43: ich glaube Jedes Unternehmen hat seine eigenen Herausforderungen, seine eigenen Strukturen.

00:20:49: Und ich kann nur sagen wir haben gelernt dass es auf der einen Seite sehr sehr wichtig ist eben alle Stakeholder und alle Fachbereiche oder so gut wie alle mitzunehmen.

00:21:05: So viel wie möglich zu nehmen.

00:21:06: Sagen wir mal so das hilft um die Akzeptanz zu steigern.

00:21:12: aber Auch da, wenn man Standards schafft, dann hat man ja immer die Wahl.

00:21:21: Nimmst du eine Best of Breed oder eine Best-of Suite Lösung?

00:21:25: Wir haben uns für eine Best Of Suite Lösungen entschieden.

00:21:28: Das heißt wir mussten so oder so Kompromisse machen also Unternehmen und wir verlassen uns dann ein Stück weit auch auf die Qualität dieser Prozesse, die eben mit dieser Lösung kommen.

00:21:43: Und im Nachhinein muss ich sagen, das gehalten, was wir uns erhofft haben.

00:21:51: Das heißt ich würde glaube ich noch mehr Zeit damit verwenden genau diese Standards zu hinterfragen und nochmal zu schauen.

00:21:58: Wir haben sehr viele Prozesse verändert und haben sicherlich dadurch auch Viele Dinge jetzt besser machen können.

00:22:07: aber wir sehen dass der leider der Teufel im Detail steckt.

00:22:11: Ich kann als keine konkreten Beispiele nennen Das würde glaub ich über den Rahmen hinausgehen.

00:22:18: Der Tipp, den ich gebe wäre das kritische Hinterfragen von diesen Standards und von diesen Prozessen die da mitkommen, die quasi Industriestandards sind.

00:22:32: Das hat für uns zumindest nicht immer gut funktioniert.

00:22:37: Vielleicht ohne jetzt ins Detail zu gehen wie sieht denn jetzt eure neue technologische Basis aus?

00:22:42: Und wie wird sie genutzt?

00:22:44: also was sind so die Hauptprozesse die ihr da jetzt geschaffen habt?

00:22:49: Sie wird mittlerweile von fast allen Fachbereichen, auch von fast alle Ländern genutzt.

00:22:56: In der Tat in Regionen, die doch sehr speziell sind – also eben auch China und Indien.

00:23:03: Wir konnten wirklich einen globalen Rollout erreichen, der gut funktioniert.

00:23:08: Wir holen den letzten großen Fachbereich noch mit rein.

00:23:13: Und was auch wirklich gut funktioniert hat war dass wir es geschafft haben, einen Versprechen zu halten gegenüber der Fachbereiche was das Timing angeht.

00:23:24: Auch das ist gar nicht so trivial zu sagen okay wir machen ein komplettes Software-Migrationsprojekt und wir haben uns damals im September XXIII dazu kommen mit dem September Vierundzwanzig damit live zu gehen und wir konnten es tatsächlich halten.

00:23:39: also auch da hat das Team zusammen mit den Fachbereichen Fantastische Arbeit geleistet, wir haben sehr viel gelernt.

00:23:45: Das waren sehr viele schlaflose Nächte, viele Wochenenden aber es hat wirklich sehr gut funktioniert.

00:23:51: also die reine Migration hat super geklappt.

00:23:56: Wir sehen auch dass die Akzeptanz auf Lerner Seite hoch ist.

00:24:01: das sehen wir daran dass die Anfragen recht hoch sind.

00:24:03: Also wir hatten eine sehr intensive Hyper Care Phase und zwar nicht nur von den Admins und nicht nur Von der kleineren Gruppe sondern auch von Managern und auch selbst bei uns im Vorstand, wo wir gesehen haben okay es wird genutzt.

00:24:20: Wir müssen noch ein bisschen nachschärfen und wir müssen vor allem dafür sorgen dass dieser Change-Prozess besser funktioniert.

00:24:29: das würde ich heute an machen.

00:24:32: Das haben wir ein Stück weit unterschätzt.

00:24:34: also die Kommunikation zu den Lernern Die haben wir zwar am Anfang intensiv gemacht aber dann sind wir so ein Stück weit übergegangen in OK.

00:24:46: So langsam müssten sie es verstanden haben und das haben wir unterschätzt, dass wenn man nicht regelmäßig in einem LMS arbeitet und da sehen wir natürlich unsere Perspektive, wir haben das ständig vor der Nase aber das hat nicht jeder Manager auch nicht jeder Lerner ständig von der Nose und dementsprechend würde ich heute viel mehr kommunizieren.

00:25:06: Das ist vielleicht auch noch so.

00:25:07: Tipp einfach Eine ganz, ganz intensive Kommunikation gehen und steht da Tropfenhült in Stein.

00:25:13: Und immer wieder auch auf die Details hinweisen das sorgt glaube ich für eine schnellere Akzeptanz.

00:25:22: Jetzt hast du schon gesagt es ist euch auch gelungen wirklich viele mitzunehmen und auch dass jetzt das System oder euer Standard in Ländern wie China Indien genutzt wird.

00:25:35: Du sagst jetzt man kann immer noch mehr kommunizieren und noch kontinuierlicher, aber vielleicht ist euch dieses Initial überhaupt gelungen.

00:25:43: Also wie habt ihr das geschafft in den ersten Projektschritten?

00:25:47: Dass die Akzeptanz eben auch in Ländern wie China, Indien da ist... Wie habt ihr die Leute ins Boot geholt?

00:25:56: Habt ihr einfach Info-Veranstaltungen gemacht oder gab es Pilotprojekte dort?

00:26:04: Wir haben ganz bewusst keine Piloten gemacht, sondern wir haben uns dazu entschieden einen Big Bang Rollout zu machen.

00:26:10: Das heißt, wir legen einen großen Schalter um und dann wird migriert bzw.

00:26:15: dann wird gestartet und dann werden auch Altsysteme abgeschaltet.

00:26:18: Warum?

00:26:20: Weil wir gesehen haben das – da haben wir natürlich sehr viel mit dem Anbieter und dem System-Itegrator gesprochen weil wir gesehen Diese Staged Rollouts nicht immer gut funktionieren.

00:26:35: Und insofern haben wir uns einfach dafür entschieden zu sagen, Wir machen ein Big Bang Rollout!

00:26:41: Also wir sind uns nicht ganz treu geblieben und haben doch eine Welle noch hinterhergeschoben wo wir gesagt haben okay alle Dienigen die jetzt noch mit großen LMS arbeiten die ziehen wir später nach.

00:26:53: also es war so ein Hybrid Modell muss man sagen zwischen dem Big Bang roll out und dann quasi ne zweite Welle.

00:27:01: Und was haben wir gemacht?

00:27:06: Wir haben sehr viel zugehört.

00:27:09: Wir haben Bedürfnisse, Bedarfe eingesammelt.

00:27:12: Was braucht ihr und was macht ihr damit um zu verstehen wie sehen die Prozesse aus?

00:27:16: Und was können wir an diesen Prozessen abdecken?

00:27:21: Was muss neu gedacht werden?

00:27:26: Wie gesagt das ist auch ein langwieriger Prozess also das ging nicht innerhalb von ein paar Tagen oder ein paar Wochen.

00:27:33: Sondern der Prozess hat sich fast ein Jahr gezogen in dieser ganzen Vorbereitung.

00:27:40: Ich würde jetzt auch gerne noch mal was auch einen ja sicherlich längerer Prozess ist, das Mindset mit dir schauen.

00:27:47: Wir haben hier schon so'n bisschen angeteasert wir wollen auch drüber reden von diesem... Wir haben das immer schon so gemacht wie man da ein bisschen wegkommt.

00:27:55: deswegen Was war die typische Art?

00:27:58: Wie Ellen die gedacht und gearbeitet hat Vor dem Projekt, bevor du die Teams umstrukturiert hast.

00:28:07: Kann ich gar nicht so viel dazu sagen?

00:28:08: Weil ja da auch noch gar nichts drin war.

00:28:11: also auf der anderen Seite... Ich habe es als Lerner natürlich und letztlich als Konzeptlied von außen betrachtet gesehen dass teilweise auch sehr Themen bezogen waren.

00:28:29: Wir hatten aus der digitalen Transformation heraus natürlich unsere Themen, die haben wir mitgebracht und dann haben wir Unterstützung gefunden.

00:28:36: Da war aber wenig Impuls und das war so ein Stück weit eine erweiterte Atmenrolle, die dieses Team hatte.

00:28:46: Und der Impuls kam meist aus den Fachbereichen und entweder es wurde mitgegangen oder nicht und wenn die Fachbereiche gar nicht erst den Kontakt gesucht haben, dann haben sie wirklich selber gemacht die Fachbereiche und insofern, das war nicht wirklich eine treibende Rolle.

00:29:04: Und eine Rolle, die so richtig geownt hat.

00:29:07: aber da möchte ich jetzt auch offen gestanden kein falsches Bild zeichnen weil ich dieses Gesamtbild so gar nicht gar nicht wirklich liefern kann, weil ich es nicht hinter den Kulisten gesehen habe.

00:29:21: Das ist so ne Wahrnehmung, die wir davon ausnatten und das hat für die ganzen Digitale Themen wirklich fantastisch funktioniert.

00:29:27: also muss man ganz klar sagen was neu is ist tatsächlich das Mindset, dass wir in Co-Creation gehen mit den Fachbereichen und das wird wertgeschätzt.

00:29:41: Und da sehen wir auch, dass es mittlerweile auch diese Rolle des Kompetenzmanagers im Fachbereich bei uns im Unternehmen in fast allen Bereichen gibt.

00:29:52: Wenn sie nicht voll ausgeprägt sind im Sinne von, das ist ein Fulltime Job dann haben wir zumindest immer gute Ansprechpartner die über das Thema Kompetenzmanagement Bescheid wissen mit dem wir uns austauschen können, die wir versuchen zu enablen.

00:30:02: Und insofern sind wir als Organisation deutlich stärker vor die Welle gekommen sowohl in den Abläufen organisatorisch also auch in den Themen und das ist wirklich da muss ich auch dem Team ein ganz großes Kompliment aussprechen weil dass natürlich ein Mindset-Shift ist der nicht über Nacht funktioniert und das hat auch sehr viel damit zu tun wie eine Rolle Wie eine Rolle vorher gestaltet war, wie sie jetzt gestaltet ist.

00:30:33: Das hat viel mit Veränderungswillen zu tun auch die Arbeitsweise.

00:30:38: Mir war wichtig agil zu arbeiten im Team.

00:30:42: Wir haben ein Umfeld als Unternehmen das sich gerade sehr stark verändert, dass es sehr dynamisch ist.

00:30:49: Sehr viel Konkurrenzdruck aus China Merkte, die teilweise sich schon fast über Nacht verändern.

00:30:57: also müssen wir einfach so schnell reagieren, wie das Gesamtunternehmen reagieren muss und dementsprechend war mir auch ein Kollaborationsmodell wichtig.

00:31:09: Dass Agil arbeitet, dass repriorisieren kann ohne den Aktionismus zu verfallen.

00:31:16: Das heißt auch da gibt es gewisse Rollen die besetzt werden müssen.

00:31:20: Wir haben Product oder Shape Owner Rollen, wir haben Agile Coach Rollen.

00:31:26: Das heisst in diese Rollen reinzuwachsen braucht Zeit, braucht auch den Willen sich zu verändern.

00:31:33: Auch aus der Komfortzone rauszugehen.

00:31:36: und dazu haben wir dann von Anfang an gesagt diese Shape Owner Rollen das sind eben diese fünf großen Teams die ist hier um diese fünf große Themen kümmern Die werden nicht für immer ihren Job so machen sondern wir werden auch rotieren also dieses Aus der Komfortzone heraus und immer wieder weiter lernen, selbstlernen.

00:31:59: Und auch da ein Beispiel sein.

00:32:01: Ein Rollmodel für andere war mir sehr wichtig und das hat bisher ganz gut funktioniert.

00:32:09: Also es war so'n bisschen jetzt dann dass du sagst am Anfang was?

00:32:17: Ja, dass es nicht so richtig treibend war.

00:32:19: Also das wolltest du schaffen?

00:32:21: Das ist Ellen die so eine treibende Kraft ist und das ist jetzt zum Eingelungen in dem Du eben diese Rollen, indem Du viel Ownership gegeben hast in Rollen und indem Ihr Euch näher mit dem Fachbereich eben einfach durch dieses Co-Quation Modell, dass ihr da näherein seid, dass Es dadurch einfach schon einen ganz anderen Drive gibt.

00:32:44: Ganz genau!

00:32:47: Auch auf der anderen Seite ganz klar die Abgrenzung.

00:32:52: Die inhaltliche Verantwortung für diese Themen liegt ganz klar im Fachbereich, also mit dieser Rolle des Kompetenzmanagers im Fach Bereich ist auch ganz klar dass der Fachbereich am besten beurteilen kann welche inhaltlichen, welche Kompetenzen im Fachbereich wichtig sind.

00:33:09: das können wir nicht.

00:33:10: Wir schaffen den Rahmen Wir schaffen den technologischen Rahmen, wir schaffen den konzeptionellen Rahmen.

00:33:15: Wir konsolidieren die Themen aber am Ende muss der Fachbereich wissen was für ihn wichtig ist?

00:33:21: Das ist eine ganz klare Verantwortung.

00:33:22: und auch da hat sich das Mindset im Fachbereich verändert.

00:33:30: Und jetzt hast du gesagt auch die Leute bleiben nicht immer in ihrer Rolle also werfen ... jetzt für Marketing zuständig ist, kann dann irgendwie nächstes Jahr aber in die Produktion gehen.

00:33:41: Das ist ja immer diese Veränderung, immer Neues lernen.

00:33:44: Gibt es da Widerstände oder sagt da jeder?

00:33:46: Ja ich freue mich über was Neues zu haben.

00:33:49: Veränderungen hat immer... Erstmal an der Hand, das ist jetzt vorallester Erinnerung, hat nicht immer den Widerstand, aber natürlich ist nicht immer jeder gleich offen für Veränderungs- und natürlich gab es da Wiederstände.

00:34:03: Aber auch da muss sich sagen habe ich ein fantastisches Team, das diese Veränderung auch annimmt und wir sehen die Wertschätzung auch letztlich auf der anderen Seite im Fachbereich.

00:34:16: Die auch da sagen okay wir gehen diese Veranderungen mit weil sich natürlich für die Leute im Fach Bereich dann auch eine Ansprechpartnerin verändert.

00:34:26: Sie haben jetzt jahrelang zusammengearbeitet und haben da auch eingespielte Prozesse aber halt auch so ihre blinden Flecken.

00:34:33: Dementsprechend ist da auch der Fachbereich immer gut mitgegangen oder die Fachbereiche.

00:34:39: Aber klar, es gab natürlich Widerstand.

00:34:42: also

00:34:43: und vielleicht so was war dafür dich?

00:34:46: Du sagst jetzt du hast ein tolles Team Die waren schon offen.

00:34:49: aber was war für dich so der größte Hebel um diese Widerstände abzubauen?

00:34:54: Gab's da eine Sache wo du gemerkt hast das hat wirklich geholfen.

00:34:59: ich glaube Es ist nicht die eine Sache.

00:35:01: Ich glaube es ist eine Kombination.

00:35:06: Mein Argument ist immer je breiter der Horizont, je größer der Erfahrungsschatz.

00:35:13: Umso eher kann ich mich auch weiter im Unternehmen entwickeln und habe viele Möglichkeiten und viele Chancen auch Sichtbarkeit in dem Unternehmen zu bekommen.

00:35:25: Im Konzern ist das natürlich immer aus meiner Sicht wichtig dass man seine seine Perspektiven wechseln und dass man auch ein Netzwerk hat.

00:35:39: Insofern sehe ich das eher als Vorteil, der mitkommt in so eine Rorschade die gemacht wird um einfach auch viele andere Menschen kennenzulernen sein Netzwerk zu erweitern seine Perspekten und damit natürlich auch seinen Profil.

00:36:00: euch gelungen, jetzt dann auch wirklich das Business mitzunehmen.

00:36:04: Also nicht nur dein Team sondern auch Vertrauen aufzubauen dass Ellen die jetzt anders arbeitet du hast eben schon kurz angesprochen auch in den Fachbereichen kamen.

00:36:14: Mindset Shift wie ist der gelungen?

00:36:17: Ja wir hatten natürlich auch ein Stück weit mit einer sehr langen Historie zu kämpfen.

00:36:23: es gibt immer noch unser Team heißt seit Seit ersten, erstens, zwanzig, dreiundzwanzig Global Learning Campus.

00:36:32: Davor waren wir viele, viele Jahre ... Ich weiß nicht wie lange?

00:36:35: Zwanzig?

00:36:36: Mindestens?

00:36:37: Waren wir die BSH Academy und es gibt immer noch Menschen, die heute sagen aber bei euch in der Academy!

00:36:43: Also ne?

00:36:45: Es ist immer noch sehr tief drin und ich kann das auch keine verübeln.

00:36:49: Das ist auch total in Ordnung.

00:36:52: Wir hatten natürlich damit zu kämpfen dass eine gewisse Wahrnehmung aus der Vergangenheit entstanden ist Und das Mindset war hin und wieder, was wir vorgefunden haben auf der Lerner-Seite im Fachbereich.

00:37:10: Wir haben eine schöne kleine Anekdote die ich immer wieder sage und gerne erzähle.

00:37:17: Anhand dieser Anekdate wird glaube ich klar wie es früher war und wie es heute ist.

00:37:25: Wir haben immer wieder Anfragen bekommen, was habt ihr denn für Trainings im Kloster Zangenberg?

00:37:30: Also wir haben eine Weiterbildungsstätte.

00:37:32: Das ist ein Kloster dass wir bisschen außerhalb von München in der Nähe von Mühldorf in wunderschöne Location und toll weil dort kann man sich wirklich auf das Thema Training konzentrieren und lernen.

00:37:46: also wirklich diese Classroom Trainings die noch stattfinden Die wird dort anbieten Die sind besonders.

00:37:57: Und es ist tatsächlich so, dass wir zu Beginn noch Anfragen hatten... Was habt ihr denn wieder für Trainings im Kloster?

00:38:05: Ich muss unbedingt mal wieder raus!

00:38:08: Also das war schon ein bisschen Trainingstourismus.

00:38:11: Das kam nicht so häufig, aber es kam vor und es zeigt sonst ein Stück weit... So ist es halt früher gemacht worden irgendwie.

00:38:20: Das hat sich komplett verändert.

00:38:22: Natürlich sind wir noch dort draußen und natürlich haben wir dort tolle Trainings in unserem Leadership-Programm, in unserem Talentprogramm... ...um über das Inhaltliche hinaus auch eine schöne Location zu bieten um einfach dort diese memorable moments unseren Leuten zu geben.

00:38:43: aber das Mindset hat sich tatsächlich deutlich verändert.

00:38:48: hinzu Ich brauche zum Thema x, y Inhalte.

00:38:52: Was gibt es?

00:38:53: Also die Beraterrolle, die wir einnehmen ist mittlerweile nicht mehr mit so einem kleinen Reisebüro-Touch sondern tatsächlich sehr inhaltlich.

00:39:03: und welche Anbieter gibt es, welche Themen?

00:39:06: das hat sich schon deutlich verändert.

00:39:12: Wenn wir jetzt mal noch kurz auf die Lerninhalte schauen... Also du hast ja gesagt, ihr seid praktisch auch von lokalen... also global ist alles bei euch gebündelt und ihr habt den Standard.

00:39:27: Wie schafft ihr es denn dann trotzdem noch diese lokale Relevanz zu haben?

00:39:32: Und da nicht Defizite, also Qualitätsambuse dann bei dem globalen Lokal zu haben?

00:39:40: wenn man den globalen Standard hat so rum?

00:39:43: Ja das ist natürlich immer die one million dollar question Wie bekomme ich bei einem globalen Standard immer noch eine Qualität hin, die in jedem Land wunderbar funktioniert?

00:39:57: Ich glaube nicht dass wir da bisher den Königsweg gefunden haben.

00:40:02: Wir versuchen auch da eben gute Standards zu setzen in den großen Themen, die wirklich auch global relevant sind.

00:40:10: das sind natürlich die Talentprogramme, das sind die Leadership Programme Das sind große Themen wie AI Wo wir sagen, okay das sind Themen die sind überall relevant aber auch da.

00:40:23: AI ist nicht gleich.

00:40:24: AI im Anwenderbereich ist schon mal ein Grund verschieden in Marketing wie in der Qualität wie in Produktion und dann natürlich auch in der Anwendung in Ländern wie China die deutlich weiter sind deutlich reifer als manch anderes Land.

00:40:38: Insofern ich glaube dass wir bisher gute globale Programme jetzt ausgerollt haben und es hat auch eine Weile gebraucht, um ehrlich zu sein.

00:40:50: Wir hatten die nicht vom Tag eins.

00:40:52: Wir sind gestartet in den zwanzig-dreiundzwanzig auf einer Reise, die erst mal im ersten Jahr sehr viel damit zu tun hatte wie wir uns als Team mit den Fachbereichen finden.

00:41:02: In Jahr zwei war das ganz große Thema globale Lernplattformen und parallel dazu okay welche Themen können wir wirklich in die Länder dadurch ausrollen?

00:41:12: Und dann auch welche globalen Programme brauchen wir?

00:41:17: und da ist eben Führung und Talent ganz wichtig.

00:41:21: Vor allem für uns als Unternehmen, dass das um Talente kämpft, ist natürlich wichtig, dass wir auch Talente halten.

00:41:30: Führungskräfte entsprechend strukturiert aufbauen.

00:41:32: Wir sind Teil des Bosch-Konzerns Das heißt, wir haben ein niedersche Programm, das über die BSH Grenzen hinweg sehr synchron ist mit dem Führungsprogramm und auch dem Talentprogramm von Bosch.

00:41:45: Und damit ermöglichen wir natürlich auch unseren Talent, unseren Führungskräften in Richtung Bosch Türen aufzumachen und andersrum eben den Kolleginnen und Kollegen von Bosche eben auch innerhalb der BSH-Türen auszumachten.

00:41:58: Das ist für uns – da sehen wir die Rolle von LND als Servicerolle jetzt quasi Gesamthaar gedacht über ein Lebenszyklus eines Mitarbeitenden hinaus als eine ganz wichtige Inhalte und Programme zu bieten, die dafür sorgen.

00:42:22: Und darin einzahlen, dass wir Talente innerhalb der BSH und des Bosch-Konzerns entwickeln, halten, wissenhalten und entsprechend damit auch unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern.

00:42:33: Also da sehen wir auch L&D als strategische Rolle die auch wirklich in unserer Strategie verankert ist.

00:42:43: Ja, also ihr habt vor allem jetzt bei den Sachen, die euch strategisch wichtig sind, mal globale Standards geschaffen wie jetzt eben Talententwicklung.

00:42:56: Und natürlich haben wir noch einmal auf die Frage zurückgekommen es gibt einfach auch lokale Themen, die immer lokal bleiben werden.

00:43:04: Also wir haben nicht den Anspruch, dass wir nur noch über globale Standards arbeiten.

00:43:09: Es wird immer wieder Themen geben die sehr lokal sehr relevant sind oder nur für einen Fachbereich lokal relevant sind.

00:43:15: das wird immer so sein und dem würden wir auch immer Rechnung tragen.

00:43:22: also ich sehe nicht dass wir jetzt nur noch mit globalen Programmen arbeiten und alle alle lokalen Varianten irgendwie abschaffen.

00:43:29: das sehe ich nicht.

00:43:30: Ja da macht es dann den Mix tatsächlich.

00:43:33: ja Wenn du jetzt nochmal auf das ganze Transformationsprojekt schaust, was würdest du genauso wieder machen und was vielleicht nicht?

00:43:43: so als Abschlussfrage?

00:43:47: Ja ich würde auf jeden Fall wieder sehr nah am Fachbereich sein.

00:43:54: Ich würde auch wenn es immer noch ein bisschen abgedroschen ist Agil zu arbeiten mittlerweile.

00:44:04: daran festhalten zu sagen, auch wenn es erstmal eine Veränderung ist.

00:44:09: Wenn's aufwendig ist ein sehr nah in Co-creation mit dem Kunden zu arbeiten.

00:44:13: ich würde noch mehr in Austausch gehen, noch mehr kommunizieren und Ich würde aus der heutigen Sicht was natürlich zur damaligen Zeit noch nicht so entwickelt war.

00:44:26: Ich würde Technologie noch stärker nutzen um die Teams effizienter zu machen.

00:44:30: heute haben wir natürlich mit KI die Möglichkeit deutlich schneller zu arbeiten Und KI auch besser zu nutzen, das würde wenn wir heute starten nochmal ganz anders aussehen.

00:44:43: Ja super vielen Dank für deine Zeit und das spannende Interview!

00:44:49: Sehr gern!

00:44:50: Das war eLearning

00:44:52: Inc.,

00:44:52: der Corporate Learning Podcast präsentiert von der SHARE EMC.

00:44:56: Ihr könnt den Podcast direkt in der Podcastapp eurer Wahl abonnieren und wenn euch die Folge gefallen hat lasst uns gerne eine Bewertung da.

00:45:04: Das hilft uns sehr.

00:45:06: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

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